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  • Carolin Thanner

I'm back...

... ja genau - ich bin zurück! Aber wo war ich denn? Hab ich mich versteckt? Nein - es ist einfach nur ein kleines Wunder passiert! Aber hierzu muss ich etwas weiter ausholen.


Im berühmten Coronajahr wurde es bekanntermaßen im Allgemeinen sehr still um die Eventbranche. Nicht nur, dass alle Auftritte abgesagt, Hochzeiten verschoben, Gesang in Kirchen verboten wurde... Auch neue Wortkreationen wie "harter Lock-Down", "YouTube-Yoga" oder "Coronasoforthilfebonus" wurden ins Leben gerufen. Weitere Wortkreationen findet ihr HIER.


So weit so gut. Mein Mann (ebenfalls Musiker einer Hochzeits- und Galaband) und ich hatten im 1. Lockdown plötzlich ganz viel Zeit füreinander. Zum Vergleich: Während einer normalen Saison stehen uns ca. 9 gemeinsame Wochenenden zur Verfügung. Nicht viel, wenn man bedenkt, wieviele Wochenenden üblicherweise ein ganzes Jahr hat. Was tut man also, wenn man plötzlich so viel Zeit zusammen verbringt? Uns erging es zum Glück so, dass wir uns neu kennengelernt und irgendwie auch neu ineinander verliebt haben. Wir schätzten die Zwangspause sehr und auch an die AHA-Regelungen haben wir uns kein Stück gehalten. Zum Glück - denn daraus entstand unser kleines Coronaprojekt, welches im März 2021 das Licht der Welt erblickte.


Als wir von der Schwangerschaft erfuhren, war es für mich klar, eine musikalische Pause einzulegen. Ich wollte das Mamawerden und Mamasein genießen. Was ich auch tat. Meine letzten Auftritte im November 2020 waren zum einen traurige Ereignisse wie Beerdigungen im Bibertal, aber auch eine wunderschöne Hochzeit in einer kleinen, sehr schick geschmückten, gut eingeheizten Hütte am Ortsrand von Leipheim. Einen schöneren Eintritt in die Babypause hätte ich mir nicht vorstellen können!


Als im März 2021 dann unser Joshua zur Welt kam, wich das Wasser aus meinem Körper und meine Stimme hatte wieder Platz sich zu entwickeln. Mit Training und Atemtechnik bin ich langsam wieder an meinem Niveau angekommen. Mein Ziel war es, bis Juli 2021 stimmlich wieder so fit zu sein, dass ich Herzen berühre. Aus Juli wurde Juni, dass ich meine Tätigkeit als Sängerin wieder aufnehmen darf. Es wurde mir die ehrenvolle Aufgabe zugetragen, eine Trauerfeier musikalisch zu untermalen. Nach meiner Pause wurde mir mit dieser Anfrage erneut aber deutlicher bewusst, wie wichtig und tiefgreifend die Musik ist. Wir Sängerinnen stellen uns nicht nur hin und trällern ein paar Liedchen - NEIN! Wir bewirken mit unserer Musik so viel mehr! Wir sind Wegbegleiter, Muntermacher, Seelentröster, Tränenverursacher, Gänsehautschöpfer, Romantikmacher und noch so viel mehr in einer Person - und deshalb bin ich unsagbar happy sagen zu können: "I'm back!"


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